Notfall

Erfolgreiches Examen für Pflegenachwuchs

Die Feierlichkeiten an der Zentralschule für Gesundheitsberufe Bocholt-Borken fallen auch in diesem Jahr aufgrund der Pandemie überschaubarer aus als sonst. Dies konnte die Stimmung der 17 frisch examinierten Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen jedoch keineswegs trüben. Unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln konnten die Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Drei Jahre Ausbildung – darunter 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden Praxis – finden mit der abgeschlossenen Examensprüfung für die Absolventen nun ein erfolgreiches Ende.

Zu den ersten Gratulanten zählten Schulleiter Achim Vöcking und stellvertretender Schulleiter und Klassenlehrer Sebastian Stahlhauer, der die Wichtigkeit von Pflegekräften in der Versorgung betonte: „Nicht nur in der aktuellen Corona-Pandemie zeigt sich, welch hohen Stellenwert die Pflegeberufe einnehmen. Sie stellen eine der wichtigsten Berufsgruppen in unserem Gesundheitssektor dar und erfordern hohe Professionalität. Unsere Absolventen erwartet ein abwechslungsreiches und zukunftsorientiertes Berufsfeld.“ Besonders erfreut zeigte sich Stahlhauer darüber, dass die Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs ein insgesamt erfolgreiches Ergebnis erzielen konnten.

Die Schülerinnen und Schüler gehören zu einem der Jahrgänge, die ihren Beruf noch nach alter Ausbildungsordnung erlernt haben. Seit dem vorletzten Jahr gibt es die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann. Grundlage hierfür ist das bundesweite Gesetz zur Reform der Pflegeberufe, durch das die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zusammengeführt wurden. Im Januar 2020 hat bereits der erste Jahrgang seine Ausbildung unter den neuen Richtlinien begonnen.

Aktuell bildet das Klinikum Westmünsterland insgesamt 262 Schülerinnen und Schüler in den beiden Pflegeschulen in Ahaus und Bocholt-Borken aus. Damit gehört das Klinikum zu den größten regionalen Ausbildern im Pflegebereich. Vöcking betont: „Neben einem lukrativen Ausbildungsgehalt von mehr als 1.000 Euro im Monat bietet der Beruf weitere interessante Optionen. Den Absolventen ergeben sich durch diverse Fort- und Weiterbildungen, Spezialisierungen in Bereichen wie der Endoskopie, Intensivstation oder Hygiene, die Qualifizierung für eine Leitungsfunktion im Pflegebereich oder durch ein ergänzendes Studium zahlreiche Möglichkeiten.“ Auch die 17 Absolventen der Zentralschule für Gesundheitsberufe stehen nach bestandener Ausbildung nun vor der Qual der Wahl, in welche Richtung der nächste berufliche Schritt gehen soll. 16 der 17 Gesundheits- und KrankenpflegerInnen werden über ihre Ausbildung hinaus dem Klinikum erhalten bleiben.

Pressefoto: Die Absolventen der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger sind (in alphabetischer Reihnefolge): Nadia Aßmann, Julia Eckert, Anna Hörnemann, Lea Hoven, Lara Jendritza, Janina Knapinski, Moritz Kuhlmann, Jeremy Neumann, Julia Reetz, Katharina Charlotte Schedding, Sarah Schlusemann, Vivien Schmeink, Ben Smidt, Anja Strangfeld, Marie Terweide, Thi Huyen Tran, Anja Zengerink. Links außen ist Klassenlehrer Sebastian Stahlhauer zu sehen.

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