Notfall

Erfolgreiches Examen für Pflegenachwuchs

Ahaus. Die Feierlichkeiten fielen in diesem Jahr überschaubarer aus als sonst. Dies konnte die Stimmung der 23 frisch examinierten Gesundheits- und KrankenpflegeschülerInnen jedoch keineswegs trüben. Unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Abstands- und Hygieneregeln konnten die Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeausbildung ihre Abschlusszeugnisse entgegennehmen. Drei Jahre Ausbildung – darunter 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden Praxis – finden mit der abgeschlossenen Examensprüfung für die Absolventen nun ein erfolgreiches Ende.

Zu den ersten Gratulanten zählte die Ahauser Schul- und Krankenhausleitung. Peter Ewering, Leiter der Pflegeschule, betont die Wichtigkeit von Pflegekräften in der Versorgung: „Nicht nur in der aktuellen Corona-Pandemie zeigt sich, welch hohen Stellenwert die Pflegeberufe einnehmen. Sie stellen eine der wichtigsten Berufsgruppen in unserem Gesundheitssektor dar, das erfordert eine hohe Professionalität. Unsere Absolventen erwartet ein abwechslungsreiches und zukunftsorientiertes Berufsfeld.“

Auch Holger Winter, Geschäftsführer des Ahauser St. Marien-Krankenhauses, ließ es sich nicht nehmen, den frisch gebackenen Examinierten im Namen des Klinikums Westmünsterland zu gratulieren: „In den vergangenen drei Jahren haben Sie bewiesen, dass Sie den herausfordernden Aufgaben in der Pflege gewachsen sind. Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Enthusiasmus beibehalten und Sie Ihre offene und positive Einstellung Ihren Patienten gegenüber stets im Berufsleben begleitet.“

Die Schülerinnen und Schüler gehören zu einem der letzten Jahrgänge, die ihren Beruf noch nach alter Ausbildungsordnung erlernt haben. Seit diesem Jahr gibt es die generalistische Pflegeausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann. Grundlage hierfür ist das bundesweite Gesetz zur Reform der Pflegeberufe, durch das die bisherigen Berufsausbildungen der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege zusammengeführt wurden. Im August hat bereits der erste Jahrgang seine Ausbildung unter den neuen Richtlinien begonnen, im Oktober folgt bereits die nächste Klasse. Die Pflegeschulen in Ahaus und Bocholt Borken möchten auf diese Weise ihre Kapazitäten aufgrund des steigenden Bedarfs an Pflegekräften sukzessive auf zusammen 380 Plätze erhöhen.

Aktuell bildet das Klinikum Westmünsterland insgesamt 243 Schülerinnen und Schüler in den beiden Pflegeschulen in Ahaus und Bocholt-Borken aus. Damit gehört das Klinikum zu den größten regionalen Ausbildern im Pflegebereich. Ewering betont: „Neben einem lukrativen Ausbildungsgehalt von mehr als 1.000 Euro im Monat bietet der Beruf weitere interessante Optionen. Den Absolventen ergeben sich durch diverse Fort- und Weiterbildungen, Spezialisierungen in Bereichen wie der
Endoskopie, Intensivstation oder Hygiene, die Qualifizierung für eine Leitungsfunktion im Pflegebereich oder durch ein ergänzendes Studium zahlreiche Möglichkeiten.“

Auch die 23 Absolventen der Ahauser Pflegeschule stehen nach bestandener Ausbildung nun vor der Qual der Wahl, in welche Richtung der nächste berufliche Schritt gehen soll. 14 der 23 Gesundheits- und KrankenpflegerInnen werden über ihre Ausbildung hinaus dem Klinikum erhalten bleiben.

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