22.10.2026
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Innovation in der Endoprothetik - St. Agnes-Hospital Bocholt setzt auf patientenindividuell gefertigte Implantate

Innovation ist ein wichtiger Bestandteil moderner Medizin. Am St. Agnes-Hospital Bocholt setzt die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Schulterchirurgie und Sporttraumatologie einen besonderen Schwerpunkt auf die patientenindividuelle Hüft- und Knieendoprothetik. Bei diesem Verfahren wird die Prothese auf Grundlage eines präoperativen CT individuell für das jeweilige Gelenk geplant und gefertigt.

„Die moderne Endoprothetik entwickelt sich kontinuierlich weiter. Innovative Verfahren eröffnen neue Möglichkeiten, die Versorgung noch präziser auf die individuelle Anatomie und Situation unserer Patientinnen und Patienten abzustimmen. Diesen Anspruch verfolgen wir auch in der Orthopädie am St. Agnes-Hospital Bocholt“, sagt Dr. med. Bernd Hinkenjann, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Schulterchirurgie und Sporttraumatologie.

Individuelle Planung, individuelle Implantatgeometrie

Für die patientenindividuelle Hüft- und Knieendoprothetik ein präoperatives 3D-CT zum Einsatz, anhand dessen die Prothese geplant und gefertigt wird. Die digitale Planung wird anschließend durch den Operateur geprüft. 

Dabei wird nicht nur die präzise Platzierung des Implantats berücksichtigt, sondern auch dessen Geometrie an die individuelle Anatomie angepasst. Zusätzlich kann die Ausrichtung stärker an der ursprünglichen Beinachse und Rotation des Gelenks orientiert werden. 

„Unser Anspruch ist dabei nicht, ein Verfahren für alle Patientinnen und Patienten einzusetzen. Entscheidend ist die individuelle Indikation und die Frage, welche Versorgung für den einzelnen Menschen medizinisch sinnvoll ist“, betont Dr. Hinkenjann. 

Wissenschaftliche Datenlage entwickelt sich weiter

Auch die wissenschaftliche Datenlage z.B. zur individualisierten Knieendoprothetik hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Studien berichten über Verbesserungen bei funktionellen und patientenberichteten Ergebnissen sowie eine hohe Genauigkeit bei der Umsetzung der präoperativen Planung.

Eine 2026 veröffentlichte multizentrische Beobachtungsstudie mit 287 individualisierten Knie-TEP berichtet eine Implantatüberlebensrate von 99,4 Prozent nach drei bis fünf Jahren.

Die Methode kann insbesondere bei besonderen anatomischen Voraussetzungen infrage kommen – etwa bei ausgeprägten Achsabweichungen, posttraumatischen Deformitäten oder sehr kleinen beziehungsweise sehr großen Hüft- oder Kniegelenken. Auch bei funktioneller Unzufriedenheit nach einer vorausgegangenen Standardversorgung der Gegenseite kann eine individuelle Beurteilung sinnvoll sein.

Individuelle Indikation steht im Mittelpunkt

Die patientenindividuelle Hüft- und Knieendoprothetik ist am St. Agnes-Hospital Bocholt ein fester und wachsender Bestandteil des Behandlungsspektrums. Niedergelassene Kolleginnen und Kollegen können Patientinnen und Patienten zur gemeinsamen Indikationsstellung, Fallvorstellung oder Zweitmeinung vorstellen.

„Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten moderne Behandlungsmöglichkeiten anbieten und gemeinsam mit den zuweisenden Kolleginnen und Kollegen entscheiden, welches Vorgehen im jeweiligen Fall sinnvoll ist“, so Dr. Hinkenjann.

Mehr erfahren – auf YouTube und beim „Treffpunkt Gesundheit“

Wie die individuelle Hüft- und Knieendoprothetik funktioniert, für wen sie infrage kommt und welche Vorteile sie bietet, erklärt Dr. Hinkenjann in einem neuen Video auf dem YouTube-Kanal des Klinikums Westmünsterland: Individuelle Hüft- und Knieendoprothetik | St. Agnes-Hospital Bocholt.

Am 4. November können Interessierte beim „Treffpunkt Gesundheit – Bewegung im Fokus“ in Gescher mit dem Chefarzt persönlich ins Gespräch kommen und sich über moderne Behandlungsmöglichkeiten informieren.

Mittwoch, 4. November 2026 | 16–19:30 Uhr
Theater- und Konzertsaal, Borkener Damm 48, 48712 Gescher

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.