17.03.2026
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„Musikalische Brücken“ verbinden Generationen – Erfolgreiches Geriatrie-Projekt wird 2026 fortgeführt

Dank alleiniger Förderung durch die Stiftung des St. Marien-Krankenhaus Ahaus bleibt das wöchentliche Musikangebot auch im kommenden Jahr fester Bestandteil des Klinikalltags.

Die Bilanz nach einem guten Jahr des Musikprojekts „Musikalische Brücken“ auf der geriatrischen Station des St. Marien-Krankenhauses Ahaus ist durchweg positiv. Was als gemeinsames Singen begann, hat sich zu einem festen und geschätzten Bestandteil des Klinikalltags entwickelt – und wird im Jahr 2026 dank der alleinigen Finanzierung durch die Stiftung St. Marien-Krankenhaus Ahaus fortgeführt.

Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Leonie Pöpping, Marion Rengers und Constanze Kästner. Ihr gemeinsames Ziel: Musik als niedrigschwelligen Zugang zu Gemeinschaft, Erinnerung und Lebensfreude in den geriatrischen Stationsalltag zu integrieren.

Die Musiktherapie findet einmal wöchentlich für die Dauer von einer Stunde im Therapieraum der Station 2c statt. Durchschnittlich elf Patientinnen und Patienten nehmen regelmäßig am offenen Singen teil. Sobald vertraute Melodien wie „Hoch auf dem gelben Wagen“ oder „Die Caprifischer“ über den Flur klingen, schließen sich häufig spontan weitere Stimmen an. Es wird geschunkelt, gelacht und manchmal sogar getanzt. Musik wird dabei zur Brücke – zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Menschen, die sich im Klinikalltag sonst kaum begegnen.

Für viele Patientinnen und Patienten ist das gemeinsame Singen zu einem echten Höhepunkt der Woche geworden. Gerade Menschen, die im Alltag eher zurückgezogen oder sprachlich eingeschränkt wirken, blühen sichtbar auf. Musik erreicht sie dort, wo Worte oft nicht mehr greifen: Sie aktiviert Erinnerungen, stärkt das Gemeinschaftsgefühl und schafft Momente von Freude, Würde und Lebendigkeit.

Auch wissenschaftliche Erkenntnisse unterstreichen die positiven Effekte: Studien belegen, dass vertraute Lieder bei älteren sowie dementiell erkrankten Menschen Emotionen ansprechen, das subjektive Wohlbefinden steigern und Orientierung sowie Kommunikationsfähigkeit fördern können. Das Projekt „Musikalische Brücken“ setzt diese Erkenntnisse praxisnah um und trägt damit gezielt zur Lebensqualität auf der geriatrischen Station bei.

Im ersten Projektjahr wurde die Finanzierung gemeinschaftlich getragen von der Sparkasse Westmünsterland, dem Rotary International sowie dem Klinikum Westmünsterland. Für dieses Engagement sprechen die Initiatorinnen und Initiatoren ihren ausdrücklichen Dank aus.

Mit der vollständigen Kostenübernahme durch die Stiftung St. Marien-Krankenhaus Ahaus für 2026 ist die nachhaltige Fortführung des Projekts gesichert – auch über den Umzug nach Ahaus hinaus. Damit setzt das St. Marien-Krankenhaus Ahaus ein klares Zeichen für eine ganzheitliche Medizin, die neben der körperlichen Behandlung auch soziale, emotionale und biografische Aspekte der Patientinnen und Patienten in den Blick nimmt.