08.11.2023
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Spitzenmedizin bei urologischen Erkrankungen

Ahaus. Das St. Marien-Krankenhaus Ahaus hat sein Behandlungsspektrum im Bereich onkologischer Erkrankungen erweitert und dabei einen großen Erfolg gefeiert. Das Harnblasenkrebszentrum unter Leitung von Dr. Björn Haben ist von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) erstmals zertifiziert worden. Es ist damit eines von nur 13 Zentren dieses Fachgebietes in Nordrhein-Westfalen und insgesamt 50 DKG-zertifizierten Harnblasenkrebszentren in ganz Deutschland. Die Bestätigung als DKG-zertifiziertes Prostatakarzinomzentrum zeigt nicht nur, wie breit der urologische Fachbereich im Ahauser Krankenhaus in der Krebsbehandlung aufgestellt ist, sondern unterstreicht zudem die äußerst hohe Versorgungsqualität.

Neben der Bestätigung als DKG-zertifiziertes Prostatakarzinomzentrum freuen sich über die erstmalige Auszeichnung als Harnblasenkrebszentrum (v.l.n.r.): Holger Winter (Geschäftsführer Klinikum Westmünsterland), Markus Frieling (Kaufmännischer Direktor), Sina Mollenhauer (Qualitätsmanagement), Dr. Björn Haben (Leiter Prostatakarzinomzentrum und Harnblasenkrebszentrum), Dr. Adrian Treiyer (Zentrumskoordinator Prostatakarzinomzentrum und Harnblasenkrebszentrum), Elena Moor (Leitung Urologisches Zentrum Ahaus) und Arndt Biedermann (Leitung onkologische Fachpflege).

„Die Erstzertifizierung als Harnblasenkrebszentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft ist ein Meilenstein für unseren Fachbereich und verdeutlicht, dass wir alle an einem Strang ziehen, um uns weiter zu verbessern,“ freut sich Dr. Haben über das Erreichen der höchstmöglichen Zertifizierungsstufe. „Nur als Team, zu dem neben den Fachärzten noch Pflegekräfte, Mitarbeitende der onkologischen Fachpflege, Physiotherapeuten, Psychoonkologen, Seelsorger, Sozialarbeitern und Ernährungsexperten zählen, konnten wir diesen wichtigen Schritt gehen“, verdeutlicht der Chefarzt der urologischen Klinik. „Die Auszeichnung zeigt zudem, dass unsere Patientinnen und Patienten bei uns eine hervorragende Behandlungsqualität, gemessen an hohen Standards, erhalten.“  

"Dass wir in Ahaus nun ein von der DKG ausgezeichnetes Harnblasenkrebszentrum vorweisen, ist ein großer Gewinn für die medizinische Versorgung in der Region.“

Holger Winter, Geschäftsführer Klinikum Westmünsterland

Zur erfolgreichen Zertifizierung durch die DKG müssen Kliniken nachweisen, dass sie über das entsprechende Wissen, Fachpersonal sowie eine adäquate medizintechnische Ausstattung verfügen. Auch Kennzahlen spielen eine wichtige Rolle. So legen die Auditoren im Rahmen des Zertifizierungsprozesses besonderen Wert auf ein Mindestmaß an Operationen. Verschiedene Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen der Zahl der durchgeführten Operationen und dem Behandlungsergebnis auf. Besonders bei schweren und komplexen Erkrankungen, zu denen auch Harnblasen- und Prostatakrebs zählen, braucht es daher erfahrene Spezialisten. „Zertifizierte Zentren im Bereich Harnblasenkrebs finden sich in NRW fast ausschließlich in Ballungsgebieten. Dass wir in Ahaus nun ein von der DKG ausgezeichnetes Harnblasenkrebszentrum vorweisen, ist ein großer Gewinn für die medizinische Versorgung in der Region“, erklärt Holger Winter, Geschäftsführer des Klinikums Westmünsterland.

Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft zählt das Harnblasenkarzinom mit über 15.000 Neuerkrankungen jährlich zu den häufigeren Krebsarten in Deutschland. Männer erhalten die Diagnose im Schnitt dreimal so häufig wie Frauen. „Ein Tumor in der Blase wächst häufig jahrelang, ohne sich bemerkbar zu machen. Zu den ersten Anzeichen zählen meist Blut im Urin, häufiger Harndrang und ein Druckgefühl im Unterbauch“, hebt Dr. Haben hervor. Durch den neuen zusätzlichen Schwerpunkt in der Behandlung von Harnblasenkrebs und dem bereits seit 2008 etablierten Prostatakarzinomzentrum wird die Ahauser Urologie von der DKG nun zudem als uroonkologisches Zentrum empfohlen.