Künstlicher Gelenkersatz

Bei hochgradigem Verschleiß eines Gelenkes bleibt als Behandlungsoption manchmal nur noch der künstliche Ersatz des Gelenkes. Diese Operation ist die erfolgreichste Operation des letzten Jahrhunderts in der Orthopädie. Der hohe Qualitätsstandard der endoprothetischen Eingriffe am St. Agnes-Hospital Bocholt spiegelt sich u.a. in der Ernennung zum zertifizierten EndoProthetikZentrum wieder.

Ihr Kontakt zur Fachabteilung

Unser Sekretariat der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Schulterchirurgie und Sporttraumatologie ist gerne für Sie da. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns oder holen Sie Informationen zu Ihrer Behandlung und medizinischen Abläufen ein! 

Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie, Schulterchirurgie und Sporttraumatologie

Chefarzt Dr. Bernd Hinkenjann

St. Agnes-Hospital Bocholt
Barloer Weg 125, 46397 Bocholt 
Sekretariat: Christiane Schneider, Julia Maurick
02871 20-2921E-Mail 

 

Hüftprothesenoperation ohne Muskeldurchtrennung

Der künstliche Hüftgelenkersatz ist eine der erfolgreichsten Operationen der Medizingeschichte. Die Implantate haben heute Standzeiten von zwanzig und mehr Jahren. Der Abrieb wurde durch bessere Werkstoffe immer weiter minimiert, so dass Lockerungen nur noch selten vorkommen. Immer wichtiger wird daher die Operation selber.

Entscheidungshilfe für ein künstliches Hüftgelenk

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, ob Sie ein künstliches Hüftgelenk benötigen, haben wir hier einen Fragenkatalog für Sie zusammengestellt. Klicken Sie einfach auf den Link und drucken das Dokument aus. Sie können es dann in Ruhe zu Hause ausfüllen und zu Ihrem Vorstellungstermin mitbringen. Ihre Einschätzungen sind eine wichtige Planungshilfe in unserem Gespräch.

Entscheidungshilfe für ein künstliches Hüftgelenk

Vor jeder Operation wird die Hüftprothese millimetergenau geplant. Dafür nutzen wir eine spezielle Computersoftware, mit der Prothesentyp und Prothesengröße präzise in ein kalibriertes Röntgenbild eingesetzt werden können. So schaffen wir die Grundlage für eine möglichst sichere und passgenaue Versorgung.

Bei der Operation achten wir besonders darauf, Muskeln, Sehnen und anderes Gewebe bestmöglich zu schonen. Deshalb setzen wir auf eine weichteilschonende, minimalinvasive Operationstechnik.

Im St. Agnes-Hospital Bocholt implantieren wir alle primären Hüftprothesen über den sogenannten direkten vorderen Zugang (Direct Anterior Approach, DAA). Dabei erfolgt der Zugang zum Hüftgelenk über die Vorderseite des Oberschenkels. Der große Vorteil: Die umliegende Muskulatur muss dabei in der Regel nicht durchtrennt werden.

Diese moderne Operationsmethode kann für viele Patient:innen Vorteile bieten:

  • weniger Schmerzen nach der Operation
  • schnellere Mobilisation
  • mehr Sicherheit beim Gehen durch ein natürliches Gelenkgefühl
  • geringerer Blutverlust
  • niedrigere Wahrscheinlichkeit einer Hüftverrenkung (Luxation)

Dank unserer langjährigen Erfahrung gehört das St. Agnes-Hospital Bocholt zu den erfahrenen Zentren für minimalinvasive Hüftprothetik. Als Referenzzentrum hospitieren regelmäßig Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland bei uns, um diese spezielle Technik kennenzulernen.

Auch bei anspruchsvollen Eingriffen bietet die Methode durch unsere große Erfahrung ein hohes Maß an Sicherheit. Dafür spricht auch unsere nachweislich gute Qualität bei der jährlichen Rezertifizierung im EndoProthtikZentrum und bei den Qualitätsdaten der Krankenkassen.

Bei einer Hüftprothese gibt es verschiedene Möglichkeiten der Verankerung im Knochen. Welche Methode für Sie geeignet ist, hängt vor allem von Ihrer Knochensubstanz, Ihrem Alter und Ihrer individuellen Situation ab.

Wir bieten alle gängigen Verfahren an und wählen gemeinsam mit Ihnen die passende Versorgung aus:

  • zementierte Hüftprothese
  • zementfreie Hüftprothese
  • Hybrid-Prothese (Kombination aus beiden Verfahren)

So stellen wir sicher, dass die Prothese optimal zu Ihren persönlichen Voraussetzungen passt.

 

Zementierte Hüftprothese

Bei einer zementierten Hüftprothese wird der Prothesenschaft mit einem speziellen Knochenzement im Knochen fixiert.

Diese Methode kommt häufig zum Einsatz, wenn die Knochenstruktur – zum Beispiel bei Osteoporose – weniger fest ist. Sie ermöglicht in diesen Fällen eine sehr stabile Verankerung der Prothese.

Die Vorteile:

  • sehr gute Erfahrung über viele Jahrzehnte weltweit
  • stabile Verankerung auch bei weicherer Knochenstruktur
  • oft geringerer Blutverlust im Vergleich zu anderen Verfahren

Typischerweise wird diese Technik eher bei älteren Patient:innen eingesetzt.

Auch bei dieser Methode gilt: Sie dürfen bereits am Operationstag mit Unterstützung aufstehen und das operierte Bein in der Regel voll belasten.

 

Zementfreie Hüftprothese

Die zementfreie Hüftprothese wird bei stabiler, guter Knochenqualität eingesetzt und ist heute das am häufigsten verwendete Verfahren.

Hier wird die Prothese zunächst fest im Knochen verankert. Eine spezielle Beschichtung (z. B. Hydroxylapatit) unterstützt anschließend das natürliche Einwachsen in den Knochen.

Das bedeutet:
Die Prothese wird fest in den Körper integriert und kann dauerhaft stabil bleiben.

Vorteile:

  • sehr häufig eingesetzte Standardmethode
  • biologische Einheilung in den Knochen
  • gute Voraussetzungen für mögliche spätere Wechseloperationen

Auch hier ist eine frühe Mobilisation möglich: Sie dürfen in der Regel bereits am OP-Tag aufstehen und das Bein voll belasten.

 

Hybrid-Prothese

Bei der Hybrid-Versorgung werden beide Verfahren kombiniert:

  • die Hüftpfanne wird zementfrei eingesetzt
  • der Schaft wird zementiert befestigt

     

Standard-Schaft oder Kurzschaft?

Welche Prothesenform verwendet wird, hängt von der individuellen Anatomie Ihres Oberschenkelknochens ab.

Vor der Operation planen wir die Versorgung digital am Computer sehr genau. Dabei wird geprüft, welche Prothesenform optimal passt.

So stellen wir sicher, dass:

  • die Prothese sicher sitzt
  • die Implantation gut vorbereitet ist
  • alle benötigten Implantate im OP bereitstehen

Vorstellung, Operation und Nachbehandlung

Erstvorstellung in unserer Hüftsprechstunde

Die erste Vorstellung in unserer Klinik erfolgt häufig über Ihre behandelnde Orthopädin oder Ihren Orthopäden, Ihre Chirurgin oder Ihren Chirurgen oder über Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

Alternativ können Sie auch direkt einen Termin in unserer Hüftsprechstunde vereinbaren:
Telefon: 02871 – 20 2921

Bitte bringen Sie zu diesem Termin mit:

  • Ihre Krankenversichertenkarte
  • eine stationäre Einweisung (bei gesetzlich Versicherten)
  • vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Bilder sowie weitere wichtige Unterlagen

In der Sprechstunde besprechen wir gemeinsam Ihre Beschwerden, die Untersuchungsergebnisse und die möglichen Behandlungswege. Anschließend planen wir gemeinsam den weiteren Ablauf mit vorstationärem Termin und Operationstermin.

 

Vorstationärer Termin vor der Operation

Der vorstationäre Termin findet ambulant kurz vor der Operation statt. Hier werden alle wichtigen Voruntersuchungen durchgeführt, zum Beispiel:

  • Laboruntersuchungen
  • Gespräch mit der Anästhesie (Narkoseaufklärung)
  • ggf. EKG und Röntgen
  • erneute OP-Aufklärung und Beantwortung offener Fragen

Für diesen Termin sollten Sie etwa 5 bis 6 Stunden einplanen.

Wenn Sie eine längere Anreise haben, kann in Einzelfällen auch eine stationäre Aufnahme bereits an diesem Tag erfolgen. Sprechen Sie uns dazu einfach in der Sprechstunde an.

 

Operation und stationärer Aufenthalt

Am Operationstag kommen Sie zum vereinbarten Zeitpunkt nüchtern auf unsere Station. Dort erfolgen die letzten Vorbereitungen für den Eingriff.

Nach der Operation werden Sie zunächst im Aufwachraum überwacht und anschließend zurück auf die Station gebracht. In seltenen Fällen kann zur zusätzlichen Sicherheit eine kurzzeitige Überwachung auf der Intensivstation notwendig sein.

Der stationäre Aufenthalt dauert im Durchschnitt etwa 5 Tage, kann jedoch individuell variieren.

 

Frühe Mobilisation nach der Hüftoperation

Bereits am Operationstag beginnen wir mit der Mobilisation. In der Regel dürfen Sie das operierte Bein voll belasten.

Gemeinsam mit unserem Physiotherapie-Team üben Sie das Gehen – zunächst mit Unterarmgehstützen oder einem Rollator.

Zusätzlich können je nach Bedarf unterstützende Maßnahmen eingesetzt werden, wie:

  • manuelle Lymphdrainage
  • intermittierende pneumatische Kompression
  • Krankengymnastik an Geräten
  • Training auf dem Motomed (bewegungsgestütztes Fahrradergometer)

     

Rehabilitation und Weiterbehandlung

Im Anschluss an den stationären Aufenthalt kann auf Wunsch eine Rehabilitationsmaßnahme folgen – ambulant oder stationär.

Der Ort der Reha ist in vielen Fällen frei wählbar und abhängig von der Zustimmung Ihrer Krankenkasse.

Die Rehabilitation dauert in der Regel etwa 3 Wochen. Danach erfolgt die weitere Betreuung durch Ihre behandelnde Orthopädin bzw. Ihren Orthopäden oder Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt vor Ort.

 

Wichtige Informationen für Ihren Alltag

Nach der Operation erhalten Sie von uns eine verständliche Broschüre mit Verhaltenshinweisen für das Leben mit einem künstlichen Hüftgelenk.

Künstliches Kniegelenk

Mehr noch als die Hüftprothetik ist die Knieprothetik angepasst an die individuellen Bedürfnisse unserer Patienten. Leiden Sie unter einem irreparablen Knorpelschaden des Kniegelenkes, hilft manchmal nur noch der Einsatz eines künstlichen Gelenkes. Während früher immer das gesamte Gelenk ersetzt wurde, kommen heute sehr individuelle Lösungen bis hin zu sogenannten Miniprothesen in Frage. Auch in der Knieprothetik setzen wir auf wann immer möglich minimalinvasive Verfahren.

Entscheidungshilfe Künstliches Kniegelenk

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, ob Sie ein künstliches Kniegelenk benötigen, haben wir hier einen Fragenkatalog für Sie zusammengestellt. Klicken Sie einfach auf den Link und drucken das Dokument aus.

Sie können es dann in Ruhe zu Hause ausfüllen und zu Ihrem Vorstellungstermin mitbringen. Ihre Einschätzungen sind eine wichtige Planungshilfe in unserem Gespräch.

Entscheidungshilfe Künstliches Kniegelenk

Welche Knieprothese ist die richtige für mich?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein geschädigtes Kniegelenk zu behandeln – von kleinen, gelenkerhaltenden Verfahren bis hin zum vollständigen Gelenkersatz.

Welche Versorgung für Sie geeignet ist, hängt unter anderem vom Ausmaß des Verschleißes, der Stabilität der Bänder und Ihrer individuellen Situation ab.

In unserer Klinik bieten wir alle modernen Verfahren der Knieprothetik an und wählen gemeinsam mit Ihnen die passende Lösung.

Vor der Operation planen wir die Prothese millimetergenau mithilfe einer digitalen 3D-Planung am Röntgenbild. So können wir die optimale Größe und den passenden Prothesentyp bereits im Vorfeld genau bestimmen.

 

Gelenkerhaltende und Teilprothesen

Arthroresurfacing (Miniprothese)

Bei sehr begrenzten, aber tiefen Knorpelschäden kann der betroffene Bereich gezielt behandelt werden. Dabei wird der Defekt mit einem kleinen Implantat versorgt, das die geschädigte Oberfläche ersetzt.

Vorteile:

  • Erhalt großer Teile des natürlichen Gelenks
  • geringe Belastung des umliegenden Gewebes
  • frühe Beweglichkeit nach der Operation

Nach dem Eingriff sollte das Knie für etwa zwei Wochen nur teilweise belastet werden (ca. 20 kg). Eine freie Bewegung ist in der Regel möglich.

 

Schlittenprothese (halbseitiger Gelenkersatz)

Wenn nur die Innen- oder Außenseite des Kniegelenks verschlissen ist, kann eine sogenannte Schlittenprothese eingesetzt werden.

Voraussetzung ist, dass die Bänder des Knies stabil sind.

Vorteile:

  • Erhalt eines großen Teils des natürlichen Kniegefühls
  • sehr natürliche Bewegungsabläufe
  • oft kaum wahrnehmbare Einschränkungen im Alltag 
  • minimalinvasive Operationstechnik mit kleinem Hautschnitt

Nach der Operation dürfen Sie in der Regel bereits am OP-Tag aufstehen und das Bein voll belasten. Eine feste Bewegungseinschränkung ist meist nicht erforderlich.

 

Vollständiger Kniegelenkersatz

Oberflächenersatz (Totalendoprothese)

Bei fortgeschrittenem Verschleiß des gesamten Kniegelenks wird ein kompletter Oberflächenersatz eingesetzt.

Dabei werden die verschlissenen Gelenkflächen ersetzt, während wichtige Bandstrukturen erhalten bleiben und das Knie weiterhin stabil führen.

Ein Vorteil dieses Verfahrens ist die sehr gute Anpassung an die natürliche Gelenkfunktion.

Nach der Operation:

  • Mobilisation bereits am OP-Tag
  • Vollbelastung des Beins meist möglich
  • in den ersten zwei Wochen sollte das Knie nicht über 90° gebeugt werden

 

Gekoppelte Knieprothese

Diese Prothese kommt heute vor allem bei schwierigen Ausgangssituationen zum Einsatz, zum Beispiel bei:

  • deutlichen Knochendefekten
  • instabilen Bandverhältnissen
  • Wechseloperationen (Revisionen)

Sie bietet eine sehr stabile Gelenkführung, wird jedoch nur eingesetzt, wenn einfachere Prothesen nicht ausreichen.

 

Individuelle Knieprothese

In besonderen Fällen ist das Knie durch angeborene Veränderungen oder frühere Verletzungen so stark verändert, dass Standardprothesen nicht passen.

Dann kann eine individuell angefertigte Knieprothese geplant werden. Grundlage ist eine hochpräzise Bildgebung (MRT/CT), anhand derer das Implantat speziell für Sie gefertigt wird.

Die Herstellung dauert in der Regel etwa 6–8 Wochen.

Erstvorstellung in unserer Klinik

Die erste Vorstellung in unserer Klinik erfolgt häufig über Ihre behandelnde Orthopädin bzw. Ihren Orthopäden, Ihre Chirurgin bzw. Ihren Chirurgen oder über Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt.

Alternativ können Sie auch direkt einen Termin in unserer Sprechstunde vereinbaren:
Telefon: 02871 – 20 2921

Bitte bringen Sie zu diesem Termin mit:

  • Ihre Krankenversichertenkarte
  • eine stationäre Einweisung (bei gesetzlich Versicherten)
  • vorhandene Röntgen-, MRT- oder CT-Bilder sowie weitere relevante Unterlagen

In der Sprechstunde besprechen wir gemeinsam Ihre Beschwerden, die Befunde und das weitere Vorgehen. Anschließend planen wir gemeinsam den vorstationären Termin und den Operationstermin.

 

Vorstationärer Termin vor der Operation

Der vorstationäre Termin findet kurz vor der Operation ambulant statt. Hier erfolgen alle wichtigen Voruntersuchungen und die finale Vorbereitung auf den Eingriff, zum Beispiel:

  • Blutuntersuchungen (Labor)
  • Narkosegespräch (Anästhesie-Aufklärung)
  • ggf. EKG und Röntgen
  • erneute OP-Aufklärung und Beantwortung offener Fragen

Bitte planen Sie hierfür etwa 5 bis 6 Stunden ein.

Wenn Sie von weiter her anreisen, ist in Einzelfällen auch eine stationäre Aufnahme bereits an diesem Tag möglich. Bitte sprechen Sie uns hierzu im Rahmen der Sprechstunde an.

 

Operationstag

Am Operationstag kommen Sie zum vereinbarten Zeitpunkt nüchtern auf unsere Station. Dort erfolgen die letzten Vorbereitungen für den Eingriff.

Nach der Operation werden Sie zunächst im Aufwachraum überwacht und anschließend zurück auf die Station gebracht. In seltenen Fällen kann zur zusätzlichen Sicherheit eine kurzzeitige Überwachung auf der Intensivstation erforderlich sein.

 

Stationärer Aufenthalt und frühe Mobilisation

Der stationäre Aufenthalt dauert im Durchschnitt etwa 5 Tage, kann jedoch individuell variieren.

Bereits am Operationstag beginnen wir mit der Mobilisation. In der Regel dürfen Sie das operierte Bein voll belasten.

Gemeinsam mit unserem Physiotherapie-Team üben Sie das Gehen, zunächst mit Unterarmgehstützen oder einem Rollator.

Je nach Bedarf kommen unterstützende Maßnahmen zum Einsatz, zum Beispiel:

  • manuelle Lymphdrainage
  • intermittierende pneumatische Kompression
  • Krankengymnastik an Geräten
  • Training auf dem Motomed (bewegungsunterstütztes Fahrradergometer)

 

Rehabilitation nach der Operation

Im Anschluss an den stationären Aufenthalt kann auf Wunsch eine Rehabilitationsmaßnahme erfolgen – ambulant oder stationär.

Der Ort der Reha ist in vielen Fällen frei wählbar und abhängig von der Zustimmung Ihrer Krankenkasse.

Die Reha dauert in der Regel etwa 3 Wochen. Danach erfolgt die weitere Betreuung durch Ihre behandelnde Orthopädin bzw. Ihren Orthopäden oder Ihre Hausärztin bzw. Ihren Hausarzt vor Ort.

 

Wichtige Informationen für zuhause

Nach der Operation erhalten Sie von uns eine verständliche Broschüre mit wichtigen Verhaltenshinweisen für das Leben mit einem künstlichen Gelenk.

Schulterchirurgie

Einen besonderen Schwerpunkt der Abteilung bildet die Schulterchirurgie. Bei Erkrankungen oder Verletzungen der Schulter kann häufig eine konservative Behandlung mit Krankengymnastik, Physiotherapie oder auch lokalen Injektionen angewendet werden. Bei dennoch anhaltenden Beschwerden oder fortgeschrittenen Veränderungen sind jedoch häufig operative Eingriffe erforderlich.

Entscheidungshilfe Künstliches Schultergelenk

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß ist ggf. der künstliche Gelenkersatz eine sinnvolle Behandlungsalternative. Um zu entscheiden, ob in diesen Fällen der Einsatz eines künstlichen Gelenks für Sie infrage kommt, können Sie unseren Fragekatalog drucken und ausfüllen und zu Ihrem Vorstellungstermin mitbringen. Ihre Einschätzungen sind eine wichtige Planungshilfe in unserem Gespräch.

Bei starkem Verschleiß des Schultergelenkes kommt es zu immer stärker werdenden Schmerzen. Diese treten zunächst unter Belastung, später auch in Ruhe und des Nachts auf. Es können sogar hörbare Reibephänomenen in der Schulter auftreten. Im Endeffekt kommt es zu einer schmerzhaften Schultersteife, so dass Überkopfarbeiten unmöglich werden. Schon die Entnahme z.B. einer Tasse aus einem Hängeschrank oder das Anziehen einer Jacke kann dadurch unmöglich werden. Mit einer Schulterprothese kann die Schmerzsymptomatik sehr gut behandelt werden. Sehr viele Patienten werden nach Einsatz eines künstlichen Schultergelenkes fast schmerzfrei.Kritisch ist aber noch immer die Wiederherstellung der Beweglichkeit des Schultergelenkes.

Für den Ersatz des Schultergelenkes kommen verschiedene Prothesenformen in Frage. Neben einer reinen Überkronung der Gelenkfläche des Oberarmkopfes kommt bei Verschleiß der Schulter mit erhaltener Sehnenhaube ein vollständiger Ersatz des Gelenkes mit künstlichem Oberarmkopf und künstlicher Gelenkpfanne in Frage. Sollte zusätzlich die Sehnenhaube des Oberarmkopfes irreparabel geschädigt sein, ist die Beweglichkeit der Schuler naturgemäß sehr schlecht. Die anatomischen Prothesentypen können dann die Beweglichkeit nicht wiederherstellen. Dieses gelingt jedoch mit der “inversen Prothese”, bei der das Gelenkprinzip umgekehrt wird. Auf die konkave Schulterpfanne wird eine Halbkugel aufgesetzt, der konvexe Oberarmkopf wird mit einer konkaven Vertiefung versehen. Durch die so hervorgerufene Änderung des Drehzentrums kann der Schultermuskel (Deltamuskel) den Arm kräftiger anheben.

Die Abteilung ist “Excellenz-Zentrum” für inverse Schulterprothesen und bietet deutschlandweit Ärzten Hospitationen an, um diese Operationsmethode zu erlernen.

Bei Verrenkungen der Schulter kommt es regelhaft zu einer Schädigung der knorpeligen Lippe der Schulterpfanne. Diese Randverstärkung der Schulterpfanne ist erforderlich, da die Schulterpfanne im Vergleich zum Kopf sehr klein ist. Nur mit dieser Lippe kann ein guter Formschluss und eine ausreichende Schulterstabilität erreicht werden. Bei wiederholten Verrenkungen leiert darüber hinaus die Kapsel der Schulter aus, sie weitet sich.

Die Operation dient der Wiederherstellung der Stabilität. Durch Fadenanker kann endoskopisch die knorpelige Lippe wieder an die Schulterpfanne fixiert werden. Darüber hinaus kann mit den Fäden eine Raffung der Kapsel erfolgen.