Welttag des Gehirns: Jede Minute zählt – Gehirngesundheit schützen, Schlaganfälle erkennen
Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie mit Stroke Unit informiert zum Welttag des Gehirns

Anlässlich des Welttags des Gehirns am 22. Juli macht die Klinik für Neurologie des St. Marien-Hospitals Borken auf die Bedeutung einer schnellen Schlaganfallversorgung aufmerksam. Denn bei einem Schlaganfall zählt jede Minute: Je früher Betroffene medizinisch versorgt werden, desto größer sind die Chancen, bleibende Schäden zu vermeiden.
„Bei einem Schlaganfall ist Zeit Gehirn. Jede Minute entscheidet darüber, wie viel Hirngewebe gerettet werden kann. Deshalb ist es entscheidend, Warnzeichen ernst zu nehmen und sofort den Rettungsdienst unter 112 zu alarmieren“, sagt Prof. Dr. Rudolf Kley, Chefarzt der Klinik für Neurologie. Das St. Marien-Hospital Borken übernimmt mit seiner Stroke Unit den Versorgungsauftrag für den gesamten Kreis Borken und ist ein zentraler Bestandteil der regionalen Schlaganfallversorgung.
Ein Schlaganfall tritt meist plötzlich auf. Typische Warnzeichen sind Lähmungen oder Taubheitsgefühle einer Körperseite, Sprach- oder Sehstörungen sowie Schwindel oder Koordinationsprobleme. Zur schnellen Orientierung hilft der sogenannte FAST-Test: Zeigt das Gesicht Auffälligkeiten (Face)? Können beide Arme angehoben werden (Arms)? Ist die Sprache verwaschen oder verändert (Speech)? Trifft eines dieser Anzeichen zu, gilt: keine Zeit verlieren (Time) und sofort den Rettungsdienst unter 112 verständigen.
„Gehirngesundheit beginnt nicht erst im Krankenhaus. Wer sich regelmäßig bewegt, ausgewogen ernährt, Blutdruck und Blutzucker kontrollieren lässt und auf das Rauchen verzichtet, kann viel für den Schutz seines Gehirns tun“
Prof. Dr. Rudolf Kley
Neben der Akutversorgung spielt die Prävention eine entscheidende Rolle. Bluthochdruck, Diabetes mellitus, erhöhte Blutfettwerte, Rauchen, Bewegungsmangel und Herzrhythmusstörungen zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren. „Gehirngesundheit beginnt nicht erst im Krankenhaus. Wer sich regelmäßig bewegt, ausgewogen ernährt, Blutdruck und Blutzucker kontrollieren lässt und auf das Rauchen verzichtet, kann viel für den Schutz seines Gehirns tun“, betont Prof. Dr. Rudolf Kley.
Die Klinik für Neurologie und Klinische Neurophysiologie am St. Marien-Hospital Borken behandelt auf ihrer Stroke Unit jährlich mehr als 1.000 Patientinnen und Patienten nach modernen diagnostischen und therapeutischen Standards. Als Versorger für den ganzen Kreis Borken deckt die Fachabteilung darüber hinaus das gesamte Spektrum neurologischer Erkrankungen ab – von Schlaganfällen über Parkinson-Krankheit und Multiple Sklerose bis hin zu Epilepsien, Muskelerkrankungen, Demenzen, Schwindel und Kopfschmerzerkrankungen.
Der Welttag des Gehirns soll dafür sensibilisieren, Warnzeichen eines Schlaganfalls frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall ohne Zeitverlust zu handeln. Denn schnelles Handeln kann Leben retten, bleibende Schäden verhindern und Lebensqualität erhalten.