II. Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Palliativmedizin

Medizinische Versorgung auf höchstem Niveau

Die Gastroenterologie als Teilgebiet der Inneren Medizin beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit allen Erkrankungen der Organe des Bauchraumes. Hierzu gehören Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens und des Darmes, ebenso wie Erkrankungen der Leber und Bauchspeicheldrüse sowie der Gallenwege. Die Onkologie beschäftigt sich mit der Diagnose sowie der Behandlung bösartiger Erkrankungen. In enger Zusammenarbeit mit anderen Fachdisziplinen und Kooperationspartnern wird das komplette Leistungsspektrum einer modernen onkologischen Behandlung angeboten. Die hohe Qualität der Behandlung ist durch die Zertifizierung des Onkologischen Zentrums durch die Deutsche Krebsgesellschaft überprüft worden.

Ihr Kontakt zur Fachabteilung

Unser Sekretariat der II. Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Palliativmedizin ist gerne für Sie da. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns oder holen Sie Informationen zu Ihrer Behandlung und medizinischen Abläufen ein! 

II. Medizinische Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Palliativmedizin

Chefarzt Dr. Ludger Wiemer 

St. Agnes-Hospital Bocholt
Barloer Weg 125, 46397 Bocholt 

Sekretariat: Beate Conrad
02871 20-2951
E-Mail 

Zertifizierte Qualität

Das Onkologische Zentrum des Klinikums Westmünsterland gehört mit seinen einzelnen Organtumorzentren zu den größten in der Region. Die Zertifikate der Deutschen Krebsgesellschaft bestätigen: Bei uns ist man im Krankheitsfall in besten Händen.

  • Schwerpunkt interventionelle Endoskopie 
  • über 6.500 Sonographien pro Jahr   
  • über 3.000 Darmspiegelungen pro Jahr 
  • über 300 ERCP pro Jahr 
  • Moderne Palliativstation 
  • Onkologische Station 

Unsere Leistungen für unsere Patienten

Zum Leistungsspektrum der II. Medizinischen Klinik gehören neben den unten genannten Schwerpunkten alle allgemein-internistischen Krankheitsbilder einschließlich Stoffwechselerkrankungen, Infektionen, internistischer Intensivmedizin, rheumatischer Erkrankungen und Vergiftungen.

    • Endoskopische Diagnostik und Therapie 
    • Behandlung von Erkrankungen der Leber 
    • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen 
    • Behandlung von Diabetes mellitus
    • intensivmedizinische Behandlung 
    • Pulmonologie 
    • Onkologie 
    • Palliativmedizin

    • der Speiseröhre, des Magens und des Zwölffingerdarmes (Oesophagogastroduodenoskopie)
    • des Dickdarmes (Koloskopie)
    • des Dünndarmes (Doppelballonenteroskopie, Kapselendoskopie)
    • des Gallenganges und des Bauchspeicheldrüsenganges
    • (Endoskopische retrograde Cholangiopankreaticographie)
    • der Luftröhre (Bronchoskopie)
    • Endoskopischer Ultraschall (des oberen und unteren Verdauungstraktes sowie der Luftröhre)

    • Endoskopische Blutstillung bei Blutungen aus Speiseröhre, Magen, Dünn- oder Dickdarm
    • Endoskopische Therapie von frühen Tumoren (Mucosaresektion)
    • Endoskopische Abtragung von Polypen
    • Radiofrequenzablation bei Schleimhautveränderung der Speiseröhre (Barrett-Oesophagus)
    • Endoskopisches Stenting (Einbringen von Stents, die Tumorstenosen überbrücken)
    • Endoskopische Dilatation (Aufdehnung von Engstellen)
    • Anlage von Ernährungssonden oder Ablaufsonden (PEG)
    • Cholangioskopie mit elektrohydraulischer Lithotripsie
    • Selbstexpandierende Metallstents in Gallenwegen, Ösophagus, Magenausgang und Darm
    • Lumen apposing metal stents:Transgastrale Nekrosektomie und Zystendrainage
    • Transbulbäre Gallenwegsdrainage

     

    Die Hepatologie beschäftigt sich als Teildisziplin der Gastroenterologie mit den Erkrankungen der Leber.

    Zu den am meisten behandelten Erkrankungen der Leber zählen u.a.

    • Fettleber
    • Alkoholtoxische Hepatitis
    • Akute Virushepatitis A, B, C, D, E
    • Hepatitis bei anderen Viruserkrankungen
    • Chronische Hepatitis
    • Leberzirrhose
    • Leberinsuffizienz
    • Coma hepaticum
    • Lebermetastasen
    • Hepatocelluläres Carcinom (HCC)
    • Leberabszesse

    Zur Diagnostik und zur Behandlung der Erkrankungen der Leber stehen in der Klinik moderne Ultraschallgeräte zur Verfügung. Es besteht auch die Möglichkeit zur ultraschallgestützten Punktion der Leber sowie zu einer Bauchhöhlenspiegelung (Mini-Laparaskopie) zur Inspektion des Organs.

    Patienten mit Lebererkrankungen können sich in einer eigenen Sprechstunde vorstellen.

    Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen ist der Sammelbegriff für die chronischen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Häufig leiden die Patienten viele Jahre unter Bauchschmerzen und unter Durchfällen, verbunden mit dem Gefühl von starker Abgeschlagenheit.

    Die Beschwerden treten häufig zwischen dem 20. Und 40. Lebensjahr auf. Aber auch schon Kinder und Jugendliche können betroffen sein. Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen verlaufen häufig schubweise. Da die Anzeichen zu Beginn oft uncharakteristisch sind, ist eine genaue Diagnostik sehr wichtig. Für die sichere Diagnose ist aber eine Spiegelung des Darms mit Entnahme von Gewebeproben zur feingeweblichen Untersuchung nötig, da nur so die charakteristischen Veränderungen nachgewiesen werden können.

    Die II. Medizinische Klinik im St. Agnes-Hospital Bocholt bietet für betroffene Patienten eine Spezialsprechstunde an.

    Der Diabetes mellitus betrifft als chronische Krankheit etwa sieben Prozent der Menschen –  mit zunehmender Häufigkeit im hohen Alter. Komplikationen des Diabetes an Augen, Herz, Nieren oder Nerven und Gefäßen machen ihn zu einer schwerwiegenden Erkrankung.

    Eine gute Einstellung verbessert die Lebensqualität und verhindert Folgeerkrankungen. Für die Patienten im St. Agnes-Hospital steht hierfür zusätzlich zur medizinischen Betreuung durch die II. Medizinische Klinik eine Diabetesberatung zur Verfügung. Es besteht außerdem eine enge Kooperation mit der stationären Diabetologie im St. Marien-Krankenhaus Ahaus sowie mit niedergelassenen diabetologischen Schwerpunktpraxen.

    Die Intensivmedizin ist ein wichtiger Teilbereich der II. Medizinischen Klinik. Schwererkrankten Patienten kann hier geholfen werden.

    Die Betreuung von kritisch Kranken, z.B. bei akuten Blutungen, Stoffwechselentgleisungen oder Vergiftungen erfordert die intensivmedizinische Überwachung und Behandlung – auch durch organunterstützende Verfahren wie mechanische Beatmung oder verschiedene Formen der Nierenersatztherapie. Dieses findet auf der interdisziplinären Intensivstation im St. Agnes-Hospital statt.

    • Beatmungstherapie (invasiv / nicht invasiv)
    • Blutersatztherapie (Dialyse)
    • Therapie akuter Vergiftungen (Intoxikation)

    Diagnostik und Therapie lebensbedrohlicher Erkrankungen des Bauchraumes

    Auch die Erkennung und konservative Behandlung (ohne Operation) von Erkrankungen der Lunge, der Bronchien, des Mittelfells und des Brustfells gehört zum Leistungsspektrum der II. Medizinischen Klinik.

    • Pulmonologische Intensivmedizin (Beatmungen)
    • Behandlung von Lungenentzündungen
    • Behandlung von chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen

    Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie einschließlich Biopsien und transbonchialer Punktionen sowie endobronchialem Ultraschall)

    Die Diagnose Krebs kommt für viele Menschen überraschend und ohne Vorwarnung. Für die Betroffenen ist es dann von immenser Bedeutung, sich in guten Händen zu wissen und sich auf eine wohnortnahe medizinische Versorgung auf hohem Niveau verlassen zu können.

    Die Diagnostik von Tumorerkrankungen findet schwerpunktmäßig in der II. Medizinischen Klinik statt. Hierzu dienen neben den endoskopischen und sonographischen Verfahren alle diagnostischen Möglichkeiten des Institutes für Radiologische Diagnostik und interventionelle Radiologie (Computertomographie, Kernspintomographie). Die mikroskopische Beurteilung von Blutbild und Knochenmarkausstrichen erfolgt in der Klinik. Gewebsproben werden von dem Institut für Pathologie im St. Agnes-Hospital befundet.

    Die Therapiekonzepte werden fachübergreifend im Rahmen der wöchentlichen Tumorkonferenz unter Beteiligung aller wichtigen Fachbereiche sowie in engster Kooperation mit der hämatologisch-onkologischen Schwerpunktpraxis abgestimmt.

    Die palliativmedizinische Betreuung von Patienten mit nicht heilbaren Krebserkrankungen ist ein besonderes Anliegen der Klinik, hierfür wurde im Jahr 2011 die Palliativstation des St. Agnes-Hospitals Bocholt eröffnet.

    Patienten mit Krebserkrankung können sich jederzeit auch an das psychoonkologisches Team im St. Agnes-Hospital wenden.

    Für manche Patienten ist nach einem langen Leidensweg im Rahmen einer schweren Erkrankung irgendwann der Zeitpunkt gekommen, die Endlichkeit ihres Lebens anzuerkennen. Sie wollen dann nicht mehr belastende Therapien auf sich nehmen, sondern Hilfe erfahren, den erkennbar begrenzten Rest ihres Lebens möglichst gut zu gestalten. Dafür steht das Palliativteam am St. Agnes-Hospital Bocholt zur Verfügung.

    Auch bei gut organisierter ambulanter Versorgung gibt es Situationen, in denen eine stationäre palliativmedizinische Behandlung notwendig wird. Diese ist im Rahmen der Palliativstation im St. Agnes-Hospital Bocholt gewährleistet. Speziell qualifizierte Ärzte, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, der Sozialdienst, Wundtherapeuten, Psychoonkologen, Seelsorger und Ernährungstherapeuten arbeiten hier eng zusammen.

    Die Palliativstation ist keine Einrichtung für dauerhafte Pflege. Unser Ziel ist es, dass die Patienten nach einer Besserung ihres Zustandes wieder nach Hause zurückkehren können. Die Entlassung wird mit allen Beteiligten rechtzeitig und umfassend vorbereitet. Um sicherzustellen, dass die vereinbarten Maßnahmen nahtlos weitergeführt werden können, nehmen wir Kontakt mit den ambulanten Pflegediensten, Ihrem Hausarzt, dem Palliativmedizinischen Konsiliardienst (PKD-Bocholt), dem Hospizdienst Omega und anderen für die Versorgung wichtigen Einrichtungen auf. Der PKD Bocholt (www.pkd-bocholt.de) sichert dabei die palliativärztliche Versorgung rund um die Uhr. Der Förderverein der Palliativstation unterstützt die Belange der stationären und ambulanten Palliativversorgung (www.palliativ-bocholt.de).

    Endoskopie: Qualität durch Erfahrung

    Bei einer Endoskopie handelt es sich um ein medizinisches Verfahren, bei dem ein kleiner, flexibler Schlauch in den Körper eingeführt wird, um die inneren Organe zu untersuchen. Die Endoskopie ist eine sehr effektive Methode, um bestimmte Krankheiten zu diagnostizieren und zu behandeln. Mehr als 5.0000 Endoskopien im Jahr  sprechen eine deutliche Sprache: Wir halten alle diagnostischen und interventionellen Techniken der Gastroenterologie-Endoskopie vor und entscheiden individuell, welches Verfahren für Sie und Ihre Bedürfnisse die besten Ergebnisse verspricht. Mit modernsten Videoendoskopien und Ultraschallgeräten erfolgen Diagnostik und Therapie. Eine 24-Stunden-Rufbereitschaft garantiert die sofortige Versorgung von Notfällen.

    Interventionelle Endoskopie: Fortschrittliche Verfahren für eine gezielte Behandlung

    Als spezialisierte gastroenterologische Klinik legen wir großen Wert auf innovative Verfahren und modernste Technologien, um unseren Patienten eine gezielte und schonende Behandlung bieten zu können. Die interventionelle Endoskopie ist ein Bereich der Medizin, der es uns ermöglicht, Erkrankungen des Verdauungstrakts direkt zu untersuchen, zu diagnostizieren und in vielen Fällen auch zu behandeln. Mit Hilfe von flexiblen Endoskopen, die über natürliche Körperöffnungen eingeführt werden, können wir präzise Interventionen durchführen, ohne dass invasive chirurgische Eingriffe notwendig sind.

    Unser hochqualifiziertes Team besteht aus erfahrenen Gastroenterologen und Pflegefachkräften, die sich auf die interventionelle Endoskopie spezialisiert haben. Wir sind stolz darauf, in der Lage zu sein, unseren Patienten eine umfassende Versorgung auf dem neuesten Stand der Technik anzubieten. Durch kontinuierliche Weiterbildung und Forschung bleiben wir immer auf dem neuesten Stand der medizinischen Entwicklungen.

    In unserer Klinik bieten wir eine breite Palette interventioneller endoskopischer Verfahren an:

    • Polypen- und Tumorentfernung: Mithilfe der endoskopischen Polypektomie können wir Polypen und frühe Tumore im Verdauungstrakt sicher entfernen. Dadurch können wir in vielen Fällen die Notwendigkeit einer chirurgischen Operation vermeiden.
    • Stentimplantation: Bei Engstellen oder Verengungen im Verdauungstrakt können wir durch die Implantation von Stents die Passage wiederherstellen und so eine normale Funktion des Magen-Darm-Trakts ermöglichen.
    • Blutungsstillung: Durch verschiedene endoskopische Verfahren können wir Blutungen im Magen-Darm-Trakt stoppen und so akute oder chronische Blutungsquellen behandeln.
    • Behandlung von Gallenwegserkrankungen: Wir bieten auch endoskopische Verfahren zur Diagnostik und Behandlung von Erkrankungen der Gallenwege an, wie z.B. die Entfernung von Gallensteinen oder die Behandlung von Gallengangserkrankungen.

    Unser Team

    Unser Team besteht aus einer Vielzahl erfahrener Mediziner und Pflegekräfte. Stellvertretend für die tätigen Mediziner der Klinik finden die Patienten hier einen Überblick über den Chefarzt und die behandelnden Oberärzte.

    Chefarzt

    Dr. Ludger Wiemer

    Facharzt Innere Medizin, Gastroenterologie, Zusatzbezeichung Palliativmedizin
    Fachkunde zur Mitwirkung im Rettungsdienst, Fachkunde im Strahlenschutz
    Schwerpunkte: Interventionelle Endoskopie, Gastroenterologische Onkologie

    Leitender Oberarzt

    Jimmy Valiakalail

    Facharzt für Innere Medizin – Gastroenterologie

    Oberarzt

    Mohamad Ahmad

    Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie

    Oberarzt

    Frinks Devole

    Facharzt für Innere Medizin

    Oberärztin

    Dr. Anja Frenaij

    Fachärztin für Innere Medizin – Gastroenterologie
    pH-Metrie/Manometrie

    Oberarzt

    Ioan-Bogdan Niculici

    Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunkt Intensivmedizin

    Oberarzt

    Nureddin Ramadan

    Facharzt für Innere Medizin
    Fachkunde Rettungsdienst
    Fachkunde Strahlenschutz
    Fachkunde Teleradiologie
    DEGUM für Abdomensonographie Innere Medizin (DEGUM - Stufe I)

    Oberärztin Onkologie

    Silke Schynkowski-Heinze

    Fachärtzin für Innere Medizin,
    Fachärztin für Onkologie, Hämatologie und Innere Medizin, Zusatzbezeichnung: Palliativmedizin und Notfallmedizin
    Ärztliche Wundexpertin (ICW)

    Funktionsoberärztin

    Dr. Laura Epping

    Fachärztin für Innere Medizin

    Funktionsoberärztin

    Dr. Marie-Helen Henke

    Fachärztin für Innere Medizin

    Zentrumskoordinator Onkologisches Zentrum

    Dr. Christoph Biermann

    Facharzt für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie, Zusatzbezeichnung: Palliativmedizin