Wie funktioniert eine Endoskopie?

Mit einem flexiblen Endoskop (Schlauch mit eingebauter Kamera) ist es möglich, den gesamten Verdauungstrakt/Atmungstrakt in hochauflösender Videotechnik von innen zu betrachten. Neben der Beurteilung der Schleimhäute können zusätzlich Gewebsproben entnommen werden. Auch therapeutische Maßnahmen wie z.B. Blutstillungen, Entfernungen von Polypen, Aufdehnung von Verengungen sind möglich. Die zunehmend möglichen therapeutischen Maßnahmen werden als interventionelle Endoskopie bezeichnet. Alle endoskopischen Untersuchungen im Krankenhaus Maria-Hilf werden durch den Chefarzt/Oberarzt, in der Regel unter einer kurzen Narkose, durchgeführt.

Im Falle einer Magenspiegelung (Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD)) erfolgt die Begutachtung und ggf. auch Therapie an Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm.
Die Untersuchung erfolgt beim nüchternen (8 h keine Nahrungsaufnahme) Patienten.
Die Darmspiegelung (Koloskopie) erfolgt nach Vorbereitung mittels Darmreinigung (über 2 Tage) zum Beispiel als Darmkrebs-Vorsorgeuntersuchung, zur Polypenabtragung oder zur Blutstillung.

Magen und Darmspiegelungen können bei uns, wie beschrieben, ambulant und stationär durchgeführt werden.

Erweitert wird das gastroenterologische Spektrum mittels weiterer endoskopischer Techniken: Beispielsweise auch durch die Röntgen-gestützte Darstellung der Gallen- und/oder Pankreasgänge (ERCP) sowie durch eine endoskopische Ultraschalluntersuchung (Endosonographie) verschiedener Organe, die einen „Blick hinter die Darmschleimhaut”, also die Beurteilung der gesamten Darmwand und ihrer nächsten Umgebung.

Aufgrund unserer ausgewiesenen Erfahrung in der Gastroenterologie können wir eine Vielzahl an endoskopischen und sonographischen Verfahren anbieten. Alle unsere endoskopischen Untersuchungsmethoden basieren auf modernster Videodiagnostik.

Die wichtigsten FAQ´s zur Endoskopie

In der Endoskopie findet sich eine Toilette, die Sie bis unmittelbar vor der Untersuchung noch aufsuchen können

Den Darm bekommt man trotz bester Vorbereitung nicht trocken. Die restliche Flüssigkeit wird mit dem Endoskop abgesaugt. Das braucht Ihnen nicht unangenehm zu sein.

Wird meine Intimsphäre gewahrt?

Sie bekommen zur Darmspiegelung eine spezielle Untersuchungshose, so dass sie während der Untersuchung nicht mit dem nackten Gesäß dort liegen.

Niemand außer Arzt und Pflegekraft kommt in den Untersuchungsraum.

Die Umkleidekabine ist abschließbar. Am besten aber lassen Sie Wertegegenstände zu Hause.

Beides geben Sie vor der Untersuchung der Pflegekraft. Sie erhalten beides nach der Untersuchung umgehend zurück.

Es wird Ihnen eine „Schlummerspritze“ angeboten. Sie „verschlafen“ dadurch die Untersuchung, so dass Sie nichts mitbekommen. Nach der Untersuchung sind Sie dann schnell wieder wach.

Wenn Sie schlafen, merken Sie von der Untersuchung nichts. Ohne Schlafspritze kann es, je nach Empfindlichkeit, an einigen Stellen etwas unangenehm sein.

Während der Untersuchung werden der Kreislauf und der Sauerstoffgehalt im Blut kontinuierlich überwacht. Zudem erhalten Sie für die gesamte Zeit der Untersuchung Sauerstoff über die Nase.

Wenn Sie während der Untersuchung schlafen, bekommen Sie vom Würgereiz nichts mit. Wenn Sie während der Untersuchung wach bleiben möchten, wird zuvor der Rachen mit einem oberflächlichem Betäubungsmittel eingesprüht, so dass die Empfindlichkeit der Rachenwand deutlich herabgesetzt ist.

Ja. Das organisiert das Pflegepersonal.

Wenn Sie während der Untersuchung geschlafen haben, dürfen Sie am Untersuchungstag keine Fahrzeuge führen und keine Maschinen bedienen.
Essen Sie, sofern erlaubt, nur leicht Verdauliches. Vermeiden Sie Blähendes. Trinken Sie keinen Alkohol.
Nach der Untersuchung kann der Magen oder der Darm drücken. Das ist noch verbliebene Luft, die während der Untersuchung gegeben wurde. Wenn Sie nach der Entlassung ein wenig spazieren gehen, löst sich die Luft schnell wieder. Durch die Verwendung von Kohlendioxid kann diese „Nebenwirkung“ aber weitgehend vermieden werden.

Nach der Untersuchung wird Ihnen, wenn Sie wieder wach sind, Tee/Kaffee gereicht.
Falls nicht anders verordnet, dürfen Sie dann im Tagensverlauf wieder leichte Kost zu sich nehmen.

Im Regelfall bleiben Sie nach einer Magenspiegelung eine, nach einer Darmspiegelung zwei Stunden bei uns. Wenn es ihnen dann gut geht, dürfen Sie in Begleitung gehen.
Wenn das Ergebnis oder der Verlauf der Untersuchung es erfordern, kann es im Einzelfall sein, dass wir ihnen empfehlen, stationär in unserem Krankenhaus zu bleiben.

Sie erhalten sofort einen detaillierten Befundbereicht für den Hausarzt mit. Im Regelfall wird zudem der Untersucher, nach der Untersuchung, wenn Sie wieder ganz wach sind, den Befund mit Ihnen besprechen.
Wurden bei der Untersuchung Proben entnommen, so erhält der Hausarzt binnen weniger Tage den Befund mit evt. zusätzlicher Empfehlung.

Sollten Sie weitere Fragen haben, so zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen!

Ihr Kontakt zur Fachabteilung

Unser Sekretariat der II. medizinischen Klinik - Gastroenterologie und Onkologie ist gerne für Sie da. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns oder holen Sie Informationen zu Ihrer Behandlung und medizinischen Abläufen ein! 

II. Medizinische Klinik - Gastroenterologie und Onkologie

Chefarzt Prof. Dr. Iyad Kabar

St. Marien-Krankenhaus Ahaus
Wüllener Straße 101, 48683 Ahaus

Sekretariat:
Marita Böwing, Birgit Hackfort
02561 99 1189

Bitte zur Terminabsprache das Zentrale Belegungs-
management (ZBM) kontaktieren: 02561 99-1676